In Arezzo haben Kunst und Handwerk Tradition

Die viertgrößte Stadt Italiens – Arezzo – befindet sich in der Toskana, nahe der Grenze zu Umbrien. Nordöstlich von Siena gelegen, ist sie zugleich die Hauptstadt der Provinz Arezzo und beherbergt knapp 100.000 Einwohner. Für seinen aparten Goldschmuck, besonderes Tafelgeschirr, die Aretiner Vasen und den Antiquitätenhandel ist Arezzo berühmt geworden.

Schmuckindustrie

Die Stadt wurde weit über die Grenzen hinaus bekannt. Vor allem die Schmuckindustrie und zahlreiche Handwerks- und Industriebetriebe untermauerten den Ruf von Arezzo als einer reichen Stadt. Die Herstellung von Schmuck leistet heute noch einen einträglichen Beitrag zur Wirtschaft der Stadt. Immerhin sind es mehr als zehn Tonnen Gold, die jeden Monat in Arezzo verarbeitet werden. Und Italiener, die etwas auf sich halten, kaufen ihre Eheringe in Arezzo.

Tafelgeschirr

Neben dem Schmuck ist die Stadt aber auch für eine besondere Art römischen Tafelgeschirrs aus Keramik berühmt, das heute als Terra Sigillata (TS) bekannt ist und das am Ende des ersten Jahrhunderts v. Chr. in den Manufakturen von Arezzo entwickelt wurde. Den Namen erhielt das Geschirr jedoch erst im 18. Jahrhundert. Dieses gehobene Tafelgeschirr, das eine charakteristische dunkelrot-orangene Farbe hat, war schon früher eine sehr begehrte Handelsware und erkennbar an einem Manufaktursiegel, dass es von nachgemachtem Geschirr unterschied.

Aretiner Vasen

Die Blütezeit des Handwerks und des Kunsthandwerks ist auch in der Gegenwart noch nicht abgeklungen. Von einer lebendig gebliebenen Tradition zeugen zudem die „Aretiner Vasen“.

Antiquitäten

Zudem ist Arezzo vielen Kunstsammlern für den Fiera Antiquaria di Arezzo, einen der bedeutendsten Antiquitätenmärkte Italiens, überregional bekannt.

Ein Besuch lohnt sich aber auch wegen der vielen Kirchen und Sehenswürdigkeiten in Arezzo.